Keep Cool

Stresstraining im virtuellen Raum

Stresszustände in virtuellen Trainingsumgebungen präzise messbar und steuerbar zu machen – darum ging es im Projekt Keep Cool.

In brenzligen Situationen wie bei der Feuerwehr, im Bergbau oder in der Luftfahrt entscheiden Sekunden. Herkömmliche Trainings können echten Stress oft nur schwer abbilden oder führen bei Überforderung zu Lernblockaden. Hier setzte die Forschungsarbeit von Keep Cool an.

Das Team der HTW Berlin (Forschungsgruppe Creative Media), der Serrala Group und Breakpoint One hat eine Lösung entwickelt, die Virtual Reality (VR), Sensorik und Künstliche Intelligenz (KI) zusammenbringt. Im Zentrum der Forschung stand die Frage, wie man Stress objektiv greifbar macht, ohne den Nutzer abzulenken. Durch die Erforschung und Entwicklung spezieller Sensoren und Algorithmen entstand ein System, das Biofeedback direkt in die Simulation integriert. Über Sensoren am Körper werden Vitaldaten wie Herzrate und Hautleitfähigkeit gemessen. Das Herzstück ist eine KI, die diese Daten in Echtzeit auswertet. Sie erkennt das Belastungslevel des Trainierenden und passt die VR-Umgebung dynamisch an. Ist der Nutzer unterfordert, erhöht die KI den Druck, zum Beispiel durch technische Defekte. Droht Überforderung, nimmt das System Stressfaktoren zurück, um ein optimales Lernen ohne Blockaden zu ermöglichen.

Das Projekt wurde im September 2025 erfolgreich abgeschlossen. Dass die entwickelte Technik nicht nur Theorie ist, zeigt der Bericht von Kathrain Graubaum (PRpetuum). Für die Website des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), das Keep Cool gefördert hat, testete sie die Anwendung persönlich. Ausgestattet mit Sensoren erlebte sie in virtuellen Welten – etwa in einer Mine oder beim Flug zu einem Offshore-Windpark – wie das System unmittelbar auf ihre körperlichen Stresssignale reagierte.

Den vollständigen Artikel mit allen Details gibt es auf der Website des BMFTR.

Entwicklungs­partner gesucht

Nach dem Ende der Förderphase geht es nun darum, gemeinsam mit Entwicklungspartnern den nächsten Schritt in Richtung einer marktfähigen Anwendung zu gehen. Bei Interesse an einer Kooperation melden Sie sich bitte direkt beim MR4B-Verbund oder bei Markus Schröder von Serrala.

MR4B Bündnismanagement: hallo@mr4b.de

Markus Schröder, Serrala Group: m.schroeder@serrala.com